Leistungen > Allergiediagnostik und -therapie

 

Bei einigen Menschen kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystem. Statt nur schädliche Krankheitserreger zu bekämpfen, greift die Immunabwehr auch harmlose Fremdlinge wie Blütenpollen, Hausstaub  oder bestimmte Bestandteile von Nahrungsmitteln an. Es kommt somit zu einer allergischen Reaktion des Körpers.

Es gibt vier verschiedene Allergie-Typen. Am häufigsten ist die  Soforttyp-Allergie (Typ I) wobei das Immunsystem unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Allergen reagiert. Typische Allergene sind:  Pollen, Hausstaubmilben, Haustiere, Schimmelpilze, Insektengift, Nahrungsmittel, Medikamente.

Immunglobulin-E-Antikörper, die auf den sog. Mastzellen sitzen binden das Allergen. Dadurch kommt es v.a. zur Ausschüttung des Botenstoffs Histamin, der das gesamte Spektrum der allergischen Sofortreaktion auslöst (Schnupfen, Niesen, Juckreiz, tränende Augen, Schleimhautschwellung, Verengung der Atemwege, Wassereinlagerungen im Gewebe, Hautrötung, Hautausschlag, Blutdruckabfall). Somit kann Heuschnupfen, Asthma bronchiale oder in seltenen Fällen ein allergischer Schock entstehen.

Die Diagnosefindung braucht unter Umständen mehrere Phasen, bis das entsprechende Allergen gefunden ist: Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese), Hauttests, Labortests, Nachanamnese ggf. plus Provokationstest.


Die Behandlung von Allergien stützt sich auf drei Säulen:

> Die erste Säule ist die Allergenmeidung.

> Die zweite Säule ist die symptomatische Therapie mit verschiedenen Medikamenten (Antihistaminika, Kortisone).

Ziel ist es, die allergischen Beschwerden zu unterdrücken oder abzuschwächen. Die Ursache der Erkrankung wird dabei nicht bekämpft.

> Die dritte Säule ist die Hyposensibilisierung.

Mit der Hyposensibilisierung wird der Körper langsam an allergieauslösende Stoffe gewöhnt. Die Behandlungsdauer beträgt im Durchschnitt drei Jahre, wobei verschiedene  Behandlungsschemata zur Verfügung stehen.

Zur Anwendung kommen neben der klassischen Spritze auch die sublinguale Immuntherapie (SLIT) und die "Grastablette" zum Einsatz.

Die Hyposensibilisierung ist die einzige Therapie, welche die Ursache einer Allergie durch Toleranzentwicklung behandelt.

Bei der Insektengiftallergie ist die Hyposensibilisierung fast nahezu 100 % erfolgreich. Die Wirkung gegen Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmelpilze  ist geringer.