Leistungen > Ohrmuschelkorrektur (Otoklisis)

 

Als Folge einer angeborenen Ohrknorpelverformung oder einer asymmetrischen Entwicklung des Ohrmuschelknorpels leiden ungefähr 5% der Menschen in Europa an abstehenden Ohren, sog. Segelohren. Eine funktionelle Beeinträchtigung liegt zwar dadurch nicht vor, jedoch sind psychische Folgen, v.a. bei Kindern, oft schwerwiegend: Angst vor Spott, Scham, Minderwertigkeitsgefühle, im Extremfall schwere Persönlichkeitsstörungen können die Auswirkungen sein. Auch im Erwachsenenalter können abstehende Ohren zu einer Belastung werden, so dass auch zunehmend Erwachsene eine operative Korrektur der Korrektur der Ohrmuscheln wünschen. Durch Neuformung und Fixierung des Ohrknorpels können Ohren symmetrisch angelegt werden.


HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN:


Ab welchem Alter können abstehende Ohren operiert werden?
Da das Wachstum des äußeren Ohres ungefähr mit dem fünften Lebensjahr nahezu beendet ist, kann ab diesem Zeitpunkt bereits operiert werden. Daher sind Wachstumsstörungen nach operativen Neuformungen kaum noch zu erwarten. Es wird empfohlen, Kinder bereits vor der Einschulung operieren zu lassen, damit belastende Hänseleien erspart werden können. Natürlich ist eine Operation auch später in jedem Alter möglich.


Was ist vor der Operation zu beachten?
Die Haare sollten entweder, wenn möglich, kurz geschnitten oder zusammengebunden werden.


Wie erfolgt die Narkose?
Bei Erwachsenen kann die Operation unter örtlicher Betäubung erfolgen. Bei Kindern ist eine Operation in Vollnarkose die Regel.


Wie wird die Operation durchgeführt?
Durch einen kleinen Schnitt hinter dem Ohr wird die Ohrmuschel neu geformt und wenn nötig ein Teil des Ohrknorpels entfernt.
Abhängig von der Art der Fehlbildung werden drei Techniken und deren Kombinationen angewandt: Bei der Nahttechnik wird die Rückfläche der Ohrmuschel freigelegt und der Ohrknorpel durch Fadenzug in Position gebracht. Bei der kombinierten Schnitt-Naht-Technik wird die Knorpelstruktur durch Schnitte und Fadenzüge neu geformt. Die Ritztechnik schließlich schwächt den Knorpel von der Vorderseite wodurch dieser seine Form ändert. Die von Dr. Kazak bevorzugte Methode ist die Naht-Technik, wobei sich selbstauflösende als auch nichtauflösende Fäden verwendet werden.


Wie lange dauert die Operation?
Insgesamt dauert der Eingriff etwa 60-90 Minuten. Ein erhöhter Schwierigkeitsgrad kann diese Zeit auch verlängern.


Was passiert nach der Narkose?
Nach einer Vollnarkose im Rahmen einer ambulanten Operation ist eine Überwachung im Aufwachraum nötig. Eventuell wird vorab eine Übernachtung in der Klinik geplant. Dies wird jedoch mit den Patienten bzw. den Eltern vorher besprochen.


Wie gestaltet sich die Zeit nach Operation?
Geringe Schmerzen oder ein Spannungsgefühl in den ersten ein bis zwei Tagen nach dem Eingriff sind möglich und werden mit Schmerzmitteln (außer Acetylsalicylsäure) behandelt. Bei stärkeren Schmerzen wenden sich die Patienten direkt an uns.

Der Kopfverband wird 10-14 Tage getragen. Die Hautnähte werden ebenfalls nach dieser Zeit entfernt. Auch für Kinder ist das Ziehen der Fäden in der Regel schmerzfrei. 24 Stunden nach Entfernen der Hautnähte ist das vorsichtige Waschen des Kopfes wieder erlaubt.

Bis zu acht Wochen nach dem Eingriff sind die Ohren empfindlicher als üblich und sollten vor Kälte und Stößen geschützt werden. Nachts sollte nach Abnahme des Kopfverbandes für etwa sechs Wochen noch ein Stirnband getragen werden.
Im Kindergarten bzw. in der Schule müssen die kleinen Patienten nach der Operation darauf achten, dass die Ohren in den nächsten acht Wochen beim Spielen, Toben und beim Sport nicht verletzt werden.

Zu beachten ist, dass die Ohren trotz perfekter Operation geringfügig zurückfedern können. Dies hängt mit der Elastizität des Knorpels und den Vorgängen bei der Wundheilung zusammen. Im Wissen um diesen Umstand werden die Ohren primär überkorrigiert.


Welche Komplikation kann es geben?
Komplikationen sind bei Ohrenkorrekturen selten. Über die seltenen, möglichen Komplikationen wird Sie Dr. Kazak in einem ausführlichen Gespräch informieren. Hierbei ist festzuhalten, dass eine vollkommene Symmetrie der Ohren als auch ein exakter Abstandswinkel von keinem Operateur garantiert werden kann. In der Regel wird das Ergebnis jedoch sehr positiv beurteilt.


Werden die Kosten von den Krankenkassen übernommen?
Die Kosten für den Eingriff werden bei Kindern bis zu 12 Jahren meistens von den Krankenkassen übernommen. Wenn die Kosten, wie üblicherweise bei Erwachsenen, nicht durch die zuständige Krankenkasse getragen werden, berechnen sie sich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und können im Beratungsgespräch besprochen werden.